Ausbaufacharbeiter/in

Arbeitsgebiet

Ausbaufacharbeiter/innen bauen Gebäude aus und übernehmen dabei je nach Schwerpunkt Zimmerarbeiten oder Stuckarbeiten, bauen Estrich ein, verlegen Fliesen und Platten, dämmen und isolieren oder montieren Trockenbau-elemente. Sie sind im handwerklichen und industriellen Betrieben des Ausbaugewerbes tätig.
Je nach Schwerpunkt können Ausbaufacharbeiter/innen zum Beispiel im Trockenbau, in Betrieben für Estrich-Fußbodentechnik, im Fliesenlegergewerbe, als Stuckateur oder in einer Zimmerei beschäftigt sein.
Sie haben wechselnde Baustellen bundesweit als auch im Ausland. Auf den Baustellen führen sie unterschiedliche Ausbauarbeiten durch. Sie sind überwiegend im Inneren von Gebäuden tätig, aber auch im Freien.

Ausbildungsziele

In einer zweijährigen Ausbildung in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte und auf Baustellen erlernen die Ausbaufacharbeiter in der Stufenausbildung der Bauwirtschaft:

1. Stufe (Grundstufe):
  • Einrichten der Baustelle
  • Erschließen und Ergründen des Bauwerkes
  • Mauern eines einschaligen Baukörpers
  • Herstellen eines Stahlbetonbauteils
  • Herstellen einer Holzkonstruktion
  • Beschichten und Bekleiden eines Baukörpers

2. Stufe (Fachstufe): z.B. Trockenbau:
  • Werkstoffe und Werkzeuge
  • Wandkonstruktionen
  • Deckenkonstruktionen
  • Oberflächenbehandlung
  • Dachgeschossausbau
  • Bekleidung von Stützen, Trägern und Schächten

Ausbildungsorganisation

Die praktische Ausbildung wird unter Anleitung eines Handwerkermeisters in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte sowie auf internen als auch externen Baustellen durchgeführt. Die Praktika finden bei einer Dauer von ca. 6-8 Wochen statt. Die Betriebe befinden sich in näherer Umgebung.
Die theoretischen Lerninhalte werden in der Beruflichen Schule für Bautechnik vermittelt.

Zusatzqualifikationen

Dieser Ausbildungsgang wird mit dem Ausbaufacharbeiterbrief abgeschlossen. Hierauf aufbauend ist eine einjährige Ausbildung mit dem Abschluss eines Gesellenbriefes (entsprechend einer dreijährigen Ausbildung) möglich. Mit der zwei- oder dreijährigen Ausbildung kann man unter bestimmmten Bedingungen den Schulabschluss zuerkannt bekommen.

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